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Geschichte der Landwirtschaft Gut Hasselholz Im Rahmen der Spezialisierung der Landwirtschaft entwickelte sich der
Pacht-Betrieb Hasselholz
in den 70er Jahren vom ehemals üblichen Gemischt-Betrieb zum reinen konventionellen Milchviehbetrieb mit 50 Schwarzbunten Holstein-Frisien Kühen.Der Biolandbetrieb Hasselholz wurde von Ulrike Roderburg,
der Tochter der Eigentümer und Diplom-Landwirtin, auf einer kleinen Teilfläche am Gemmenicher Weg begründet. Hier baute sie Gemüse, Kartoffeln, Erdbeeren und Schnittblumen an. Nach der Hochzeit mit dem
Diplom-Biologen Dietmar Veith kamen 1995 Obstbau und Imkerei hinzu.1996 hörte der Pächter Franz Horsch aus Altersgründen mit der Landwirtschaft auf. In dieser
Situation entwickelten Ulrike und Dietmar Veith ein alternatives Konzept zur Weiterführung der mehr als fünfhundertjährigen landwirtschaftlichen Tradition auf Gut Hasselholz: Alternative Wirtschaftweise nach
den " Bioland"-Regeln mit mehreren Betriebszweigen (Pensionspferde, Mutterkühe
, Obstbau,
Imkerei) und Direktvermarktung.Im November 1996
(Erinnern Sie sich noch, erster BSE-Skandal um "Cindy"?) kamen neun Mutterkühe auf den Hof. 1997 wurde mit der Bewirtschaftung von ca. 17 ha Land begonnen und im Herbst das erste Fleisch
vermarktet. In 2002 ist die Herde auf 19 Kühe gewachsen und die Betriebsfläche
ist auf 50 ha gestiegen. Eine Herdbuchzucht von Limousin-Fleischrindern
ist nun aufgebaut und wird über den Hofladen
(mit Fleischverarbeitungs- und Kühlraum) auch in kleinen Teilstücken vermarket. Zudem werden Zuchttiere abgegeben.Der Philosophie der Betriebsleiter entsprechend werden die Betriebsflächen konsequent
durch Naturschutzmaßnahmen aufgewertet, in Förderprogramme (Extensivierungsprogramm, Kulturlandschaftsprogramm) eingebracht und das Weidemanagement auf den Vertragsnaturschutz abgestimmt. So entstanden ca. 4
km Heckenzüge (3-5m breit) gänzlich neu, ein bestehender Teich wurde vergrößert und mit Röhricht bepflanzt. Mittlerweile werden ca. 3ha Streuobstwiesen gepflegt und 25 ha Grünland sind Flächen des
Vertragsnaturschutzes. Die stadtnahe Lage und die Direktvermarktung bringen einen intensiven Kontakt zur übrigen Bevölkerung mit sich. Jährlich werden etwa 25 Besuchergruppen (aus Kindergärten, Schulen,
Erwachsenenbildung) je nach Interessengebiet über den Betrieb geführt. |